Kodansha und Entwickler Bon haben das Adventure BUZZ or DIE für PC angekündigt. Das ungewöhnliche Spiel verbindet eine Realityshow mit einem tödlichen Wettkampf: Verurteilte Straftäter müssen die Zuschauer von sich überzeugen und möglichst viele Likes sammeln. Wer gewinnt, erhält seine Freiheit – wer verliert, muss mit drastischen Konsequenzen rechnen.
BUZZ or DIE soll noch 2026 über Steam erscheinen. Ein genauer Veröffentlichungstermin steht bislang nicht fest.
Eine Realityshow für zum Tode Verurteilte
Im Mittelpunkt steht die namensgebende Sendung BUZZ or DIE. Die Teilnehmer sind zum Tode verurteilte Straftäter, die paarweise gegeneinander antreten.
Der Spieler nimmt gemeinsam mit einem Mann namens Sagishima an der Sendung teil. Dieser war früher Anführer einer neuen religiösen Bewegung und gehört damit selbst zu den ungewöhnlichen Figuren des Spiels.
Die Regeln klingen zunächst erstaunlich simpel: Die Kandidaten müssen Geheimnisse ihrer Gegner aufdecken, daraus Inhalte produzieren und damit die Aufmerksamkeit der Zuschauer gewinnen.
Wer am Ende die meisten Likes sammelt, gewinnt.

In die Gedankenwelt der Gegner eintauchen
BUZZ or DIE besteht im Wesentlichen aus zwei spielerischen Bereichen.
Im Ermittlungsteil werden Gespräche und Erinnerungen der anderen Gefangenen untersucht. Spieler dringen dabei sogar in die mentalen Welten ihrer Gegner ein und versuchen, Informationen über deren Vergangenheit und persönliche Geheimnisse aufzudecken.
Dabei geht es nicht nur darum, möglichst viel über die anderen Teilnehmer zu erfahren. Die gefundenen Informationen bilden anschließend die Grundlage für den eigentlichen Wettkampf.

Aus dunklen Geheimnissen werden virale Videos
Nach der Recherche folgt die Produktion der Inhalte.
Aus den aufgedeckten Informationen müssen Bilder und Schlagwörter kombiniert werden, um ein möglichst auffälliges Thumbnail für ein Kurzvideo zu erstellen. Je besser das Ergebnis beim Publikum ankommt, desto mehr Aufmerksamkeit erhält der eigene Beitrag.
Das Thema sozialer Medien wird damit direkt zum Spielsystem. Persönliche Tragödien, Verbrechen und Geheimnisse der Mitspieler werden nicht nur enthüllt, sondern bewusst als Unterhaltung für ein großes Publikum ausgeschlachtet.
Gerade dieser Kontrast zwischen moderner Online-Aufmerksamkeitskultur und dem lebensgefährlichen Wettbewerb dürfte einen großen Teil der besonderen Atmosphäre von BUZZ or DIE ausmachen.

Der Gewinner erhält seine Freiheit
Für die Teilnehmer steht deutlich mehr auf dem Spiel als nur Ruhm.
Der Sieger der Show wird begnadigt und erhält zusätzlich die Möglichkeit, sich einen beliebigen Wunsch erfüllen zu lassen.
Der Verlierer wird dagegen öffentlich hingerichtet. Doch selbst damit endet die Bestrafung in der dystopischen Welt von BUZZ or DIE nicht: Sein Aussehen beziehungsweise seine Identität soll anschließend als Vorlage für einen Sklaven-Androiden dienen.
Das Spiel setzt entsprechend auf eine bewusst düstere Geschichte. Kodansha weist darauf hin, dass teilweise gewalttätige und groteske Darstellungen sowie psychisch belastende Szenen enthalten sein können.
Die Teilnehmer verbindet mehr als nur die Show
Hinter den einzelnen Kandidaten sollen umfangreichere Geschichten stecken.
Die Todeszelleninsassen treten jeweils als Zweiergruppen an und haben bereits vor Beginn der Show eine besondere Verbindung zueinander. Wie diese Beziehungen entstanden sind und welche Ereignisse die Figuren schließlich in die tödliche Sendung geführt haben, wird im Laufe der Handlung nach und nach enthüllt.
Für die Charakterillustrationen ist der Mangaka Atsushi Okada verantwortlich, der unter anderem für Sousei Yuugi bekannt ist.

Keine deutsche Lokalisierung angekündigt
BUZZ or DIE erscheint 2026 für PC über Steam. Ein genauer Termin und der Preis stehen noch nicht fest. Das Spiel ist ausschließlich für Einzelspieler konzipiert.
Eine deutsche Übersetzung ist derzeit nicht vorgesehen. Kodansha nennt aktuell Japanisch, Englisch und vereinfachtes Chinesisch als unterstützte Sprachen.
Damit dürfte für deutsche Spieler vor allem die englische Version relevant sein.



Quelle:
Kodansha / Gematsu
